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Nachrichten aus der Pflege | 28. Juni 2017

Viele Pflegeprofis mit wenig Perspektive

Ob Arbeit krank machen kann? Irgendwie schon ... Die BKK wollte es genauer wissen und hat eine Befragung quer durch alle Berufe durchführen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass Altenpflegekräfte ihre Gesundheit in Bezug auf die Arbeit schlechter einschätzen, als alle anderen Berufe.

Im Auftrag des BKK Dachverbandes wurden 2.000 Arbeitnehmende zu „Gesundheit und Arbeit“ befragt. „Jeder Dritte in der Altenpflege, jeder Vierte in der Krankenpflege [ist] unsicher, länger im Beruf arbeiten zu können. Rund ein Drittel (35,8 Prozent) der Altenpflegerinnen und Altenpfleger hatten Zweifel oder hielten es gar für unwahrscheinlich, dass sie - ausgehend von Ihrem jetzigen Gesundheitszustand - ihre Arbeit auch in den nächsten zwei Jahren ausüben können. Keine andere Berufsgruppe zweifelte in so hohem Maße, die nächsten beiden Jahre noch ihrer Arbeit nachgehen zu können. In der Krankenpflege war sich jeder vierte Befragte (26,2 Prozent) nicht sicher, den Beruf weiter ausüben zu können. Beide genannten Berufsgruppen liegen damit deutlich über dem Durchschnitt aller Beschäftigten (21,5 Prozent).

Altenpflege: Hohes Gefährdungspotential - körperlich und psychisch

In der Einschätzung der aktuellen, allgemeinen Arbeitsfähigkeit unterscheiden sich die Pflegeberufe auf den ersten Blick überraschend wenig von anderen Tätigkeiten ... Aber: Hohe Anteile gerade der Altenpflegerinnen und -pfleger sehen sowohl ihre körperliche (28,6 Prozent) als auch psychische Gesundheit (35,7 Prozent) stark bzw. sehr stark gefährdet. Damit unterscheiden sie sich deutlich von anderen Berufsgruppen.“
Betriebliche Gesundheitsvorsorge spielt in der Altenpflege, trotz der negativen Perspektiven eine geringe Rolle. Und wenn Maßnahmen angeboten werden, sind die Pflegekräfte bei der Teilnahme – aus unterschiedlichen Gründen – recht zurückhaltend.
Dabei zeigen Studien zur Wirksamkeit betrieblicher Gesundheitsförderung, dass nicht nur das individuelle Wohlbefinden verbessert wird, sondern auch Fehlzeiten geringer werden. „Das zahlt sich dann auch für die Arbeitgeber aus: Durchschnittlich wird – konservativ gerechnet – für jeden in Gesundheitsförderung investierten Euro allein durch die Reduktion von Fehlzeiten 2,70 € eingespart.“

 

Umfrage: Mehr als ein Viertel Pflegebeschäftigten gibt an, längerfristig kaum weiter arbeiten zu können, Pressemitteilung des BBK-Bundesverbands vom 11. April 2017.

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Letzte Aktualisierung: 29.06.2017