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Stichwort | Angehörige

Viele Menschen, die Hilfen brauchen um Verrichtungen des täglichen Lebens zu bewältigen, tauchen in keiner Statistik auf. Wenn der MDK feststellt, dass die Voraussetzungen für Leistungen aus der Pflegeversicherung nicht erfüllt sind, auch nicht nach den Verbesserungen durch die Pflegegrade, dann bleiben die pflegerischen Hilfen durch Angehörige weitgehend unbemerkt. Aber auch mit Pflegegrad und Pflegedienst Leisten Angehörige oft mehr, als Außenstehende sich vorstellen können (Reiter, 2017).
Eine Lobbygruppe für pflegende Angehörige ist wir pflegen.

Sozialversicherung für pflegende Angehörige

Unter umständen zahlt die Pflege­versicherung für Pflege­personen in die gesetzliche Renten­versicher­ung ein. Wer 12 Monate einem Pflege­bedürftigen hilft (und die Voraus­setzungen erfüllt) stockt die gesetzliche Rente bei Pflegegrad 2 um mindestens 5,40€ und bei Pflegegrad 5 um höchstens 29,86€ monatlich auf. (Stand 2017)
[ Mehr zur Renten­versicherung für Angehörige].

Pflegende Angehörige sind während der Pflege über die Pflegekasse in der gesetzlichen Unfall­versicherung versichert. [Mehr zur Unfall­versicherung für Angehörige].

Ernährung

Eine wichtige Aufgabe, die von vielen pflegenden Angehörigen übernommen werden muss, ist die Ernährung. Nach wenigen Wochen und meist schon nach dem zweiten Arztbesuch tauchen dazu Fragen auf. Und wenn es nur ist: Was koche ich heute.

Die Ursachen für Appetit­losigkeit können vielfältig sein: Kau- und Schluck­beschwerden, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen. Das jemand Untergewicht hat, kann auch an innerer Unruhe liegen: Wer ständig in Bewegung ist verbraucht mehr Kalorien. Oft sind es Pflegende, die dann eingreifen müssen. In Altenheimen gilt es zusätzlich, viele bürokra­tische Vorschriften zu beachten. Wir haben grund­sätzliche Überlegungen zu Untergewicht von Pflege­bedürftigen beschrieben. Außerdem finden Sie praktische Tipps, wie von Angehörigen und von Profis aus Hauswirtschaft und Pflege reagiert werden kann.
Unsere Internet­seiten zur Mangelernährung (überarbeitete Fassung August 2017).
Alte essen anders, unser Beitrag über eine Rezept­datenbank der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (10. November 2017).

Nahe Angehörige

Die meisten Regelungen zur Inanspruch­nahme von Pflegezeit gelten nur für nahe Angehörige. Dazu zählen ent­sprechend dem Pflegezeitgesetz: Großeltern, Eltern, Schwieger­eltern, Stiefeltern, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer ehe­ähnlichen oder lebens­partner­schafts­ähn­lichen Gemeinschaft, Geschwister, Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten, Lebens­partner der Geschwister und Geschwister der Lebens­partner, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder, die Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten oder Lebens­partners, Schwieger­kinder und Enkelkinder (§7 (3) Pflegezeit­gesetz; Link geprüft am 13. November 2017).


Quellen:
(1) Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, 2017, Seite 11
– Reiter, Anja (2017)
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 20.11.2017