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Stichwort | Pflegegeld

Das Pflegegeld aus der dt. Pflegeversicherung soll dazu dienen nötige Hilfen privat und unbüro­kratisch beschaffen zu können. Es wird direkt an die Versicherten ausgezahlt. Über die Verwendung des Pflegegeldes können die Versicherten frei entscheiden. Die Pflegekasse überprüft das nicht. So können Pflegebedürftige „mal eben“ ihren pflegenden Angehörigen etwas zustecken. Die gesellschaftliche Bedeutung der familialen Pflege macht eine Zahl aus England deutlich: über 10% der Gesamtbevölkerung leisten regelmäßig pflegerische Hilfen für Verwandte oder Bekannte (Marsh, 2018)
Wenn der Anspruch auf Sachleistungen nur unvoll­ständig genutzt wird, kann der „Überschuss“ anteilig als Pflegegeld ausgezahlt werden [Kombinations­leistung].
Wer nur Pflegegeld ab Pflegegrad 2 in Anspruch nimmt wird verpflichtet sich regelmäßig von Pflegeprofis beraten und auf die Finger gucken zu lassen [Pflegeeinsätze nach § 37.3 SGB XI].
Grundsätzlich zahlt die Pflegeversicherung unabhängig von Einkommen oder Vermögen der Versicherten.
Übersteigen die Kosten der pflegerischen Hilfen die Leistungen der Pflegekassen ... müssen die Pflege­bedürfti­gen selbst zahlen. Können sie das nicht, springt das Sozialamt unter Umständen ein. Das Sozialamt prüft immer Einkommen und Vermögen der Hilfe­bedürftigen und auch der Unterhalts­pflichtigen (in der Regel nur Kinder bzw. Eltern).

Sprachverwirrung

Unter der Bezeichnung Pflegegeld gibt es auch andere Sozialleistungen, die mit der Pflege­versicherung nichts zu tun haben. In der bayerischen Sozialfibel wird beschrieben, dass es auch in der Unfallversicherung, für Zivilblinde, in der Sozialhilfe, der Kriegsopfer­fürsorge und in der Jugendhilfe Sozial­leistungen gibt, die als Pflegegeld bezeichnet werden. 2018 wird eine bayerische Spezialität eingeführt: 1000 € pro Jahr Pflegegeld für die Landeskinder (Augsburger Allgemeine, 2018a) [Zum Stichwort Pflegegeld in der Sozialfibel.]
In den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein wird Pflegewohngeld gezahlt.
Auch in der Sozial­gesetz­gebung Österreichs gibt es „Pflegegeld“ (Daxberger, 2018). Darüber ist auf www.gesundheit.gv.atzu lesen: „Da die tatsächlichen Kosten für die Pflege das gebührende Pflegegeld in den meisten Fällen übersteigen, kann das Pflegegeld nur als pauschalierter Beitrag zu den Kosten der erforderlichen Pflege verstanden werden.“


Quellen:
– Augsburger Allgemeine, 2018a
– Daxberger, 2018, Seiten 32ff
– Marsh, Sarah (2018)
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 05.08.2018