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Stichwort | Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Bei allen, die mindestens Pflegegrad 1 bekommen, werden nach §45b SGB XI Zusätz­liche Betreuungs- und Entlast­ungs­leist­ungen gezahlt, wenn sie in der eigenen Wohnung leben. Dabei ist vor allem der Entlastungsbetrag von bis zu 125 €/Monat wichtig.
So ähnlich wie bei den Sachleistungen kann über das Geld nicht frei verfügt werden. Einricht­ungen, die Unter­stützung bei Haus­wirtschaft und Betreuung anbieten, müssen von den Pflege­kassen anerkannt sein und können dann direkt mit den Pflegekassen abrechnen. In vielen Gemeinden gibt es Projekte, die Alltagshilfen anbieten. Lang­zeit­arbeits­lose bekommen „1–Euro–Jobs“ und Senior*innen können länger selbständig in ihrer Wohnung leben (Rheinische Post) Ob es das auch bei Ihnen gibt? Ein Anruf im Pflegestützpunkt sollte genügen.
Was genau als Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistung gesehen wird, ist in Gesetz und Aus­füh­rungs­bestim­mungen unscharf beschrieben. Auch im Gesundheits­ministerium fällt es schwer klare Formu­lierungen zu finden. Lassen Sie sich beraten – Pflege­kassen und Pflege­dienste können helfen.
Die Rhein­ische Post veröffent­licht im September 2016 die Ergebnisse einer Umfrage unter großen Pflege­kassen. Zusätz­liche Leistungen wie der Entlastungs­betrag werden von weniger als der Hälfte der Pflege­bedürftigen in Anspruch genommen.

Die haus­wirt­schaft­lichen Hilfen werden in der Regel von Menschen erbracht, die keine pflegerische oder medi­zinische Quali­fikation haben. Demenzkranke sind in der Regel nicht in der Lage, gefähr­liche Situa­tionen oder auftre­tende Symptome selbst sinnvoll einzu­schätzen und zu vermitteln.
Zum Beispiel:
Thrombose
Schlaganfall
Herzinfarkt
Über-/Unterzuckerung
Alles weit verbreitete Erkrank­ungen, die in höherem Lebens­alter gehäuft auftreten. Alles Er­krank­ungen, bei denen es darauf ankommt schnell medi­zin­ische Hilfe zu orga­nisie­ren, weil lebens­be­droh­liche Kom­plika­tionen drohen.
Zum Nach­denken über Haus­halts­hilfen in der häus­lichen Pflege gehört der Hinweis:
Von den gering qua­lifizier­ten Haus­halts­hilfen kann nicht erwartet werden, dass sie medi­zin­ische Notfälle erkennen und darauf angemessen reagieren. Kann der pflege­bedürftige Mensch sich selbst nicht verlässlich zu seinem Gesund­heits­zustand äußern, muss zusätzlich vorgesorgt werden.


Quellen:
– BMG, 2016a
– Rheinische Post, 2016
– Rheinische Post, 2018a
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 23.10.2018