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Nachrichten aus der Pflege | 31. Mai 2018

♿️ Hilfsmittel für Pflegebedürftige

InfografikNicht selten lassen sich die Folgen von Krankheiten oder Behinderungen mit Hilfsmitteln mildern. Wie lange die Bearbeitung von Anträgen dauert, in welcher Qualität Rollstuhl oder Inkontinenzmaterial geliefert wird ... da gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen erhebliche Unterschiede.

Seit April 2018 sollen Krankenkassen „bei der Versorgung mit Hilfsmitteln nicht nur auf den Preis schauen, sondern verstärkt auch die Qualität berücksichtigen. 'Leider herrscht in Punkto Qualität immer noch keine Transparenz für die Versicherten. Dabei gibt es gerade im Hilfsmittelbereich große Unterschiede zwischen den Kassen', sagt Dr. Gertrud Demmler, Vorständin der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK. 'Die zeitnahe Versorgung mit hochwertigen Inkontinenz- oder Stoma-Artikeln kann für Betroffene einen massiven Beitrag zur Lebensqualität bedeuten. Trotzdem ist die Leistungsbereitschaft von Kassen eine Black Box. Das sollten wir ändern.' Die SBK legt erstmals Zahlen vor und fordert diesbezüglich mehr Vergleichbarkeit für die Versicherten.“
Gertrud Demmler fordert eine öffentliche Diskussion darüber, „welche Parameter das Genehmigungsverhalten von Krankenkassen aus Versichertensicht am besten abbilden. 'Beschwerden und Widersprüche sind zentrale Indikatoren für die Leistungsbereitschaft von Krankenkassen – gerade im Bereich Hilfsmittel. Aus unserer Sicht spielt zudem die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eine entscheidende Rolle für den Patienten.'“
Öffentlichkeitswirksam gibt die SBK eigene Zahlen heraus: 2017 wurden von der SBK 191.000 Hilfsmittel genehmigt. In 118 Fällen reichten Versicherte gegen eine Ablehnung Widerspruch ein. „17 Versicherte haben nach Bestätigung der Ablehnung auch durch den Widerspruchsausschuss in 2017 Klage vor dem Sozialgericht erhoben.
Neben Beschwerden, Widersprüchen und der Bearbeitungsdauer fordert Dr. Gertrud Demmler die GKV auf, weitere Kriterien zu erarbeiten, um das tatsächliche Agieren von Krankenkassen im Bereich Hilfsmittel für Versicherte vergleichbar zu machen. 'Aus Versichertensicht hoch relevant ist das Thema wirtschaftliche Aufzahlung, d.h. wieviel Patienten aus eigener Tasche aufzahlen, um das Wunschprodukt zu erhalten ... Unsere Erfahrung zeigt zudem, dass es im Inkontinenzbereich für Patienten zentral ist, zwischen mehreren aufzahlungsfreien Alternativen wählen zu können. Die Anzahl der angebotenen Alternativen eignet sich damit ebenfalls als Qualitätskriterium für Krankenkassen.“


Hilfsmittel-Versorgung: wenig Transparenz für Patienten, Pressemitteilung der SBK vom 30. Mai 2018.
Fast immer Ärger mit Hilfsmitteln, Artikel auf www.vdk.de vom 28. April 2016.

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Letzte Aktualisierung: 06.06.2018