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Stichwort | Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen die Pflege­bedürftigen bei der Bewält­igung des Alltags unterstützen. Als Hilfsmittel gelten Gegen­stände, „die im Einzel­fall erforderlich sind, um den Erfolg der Kranken­behandlung zu sichern, einer drohenden Behind­erung vorzubeugen oder eine Behind­erung auszu­gleichen ...“ (§33 (1) SGB V).
Beispiele: Pflege­betten, Toiletten­sitz­erhöhungen, Gehstützen, Rollatoren, Bett­tische, Rollstühle, elektrische Treppen­steigehilfen, Bade­wannen­lifter, Dusch­hocker, Weich­lagerungs­matratzen ... Die Vielfalt ist groß. Groß ist auch die Vielfalt der büro­kratischen Hürden, die von einzelnen Kassen und Sach­bearbeitenden aufgebaut werden, bevor die Kosten übernommen werden.
In der Regel werden Hilfs­mittel von Sanitäts­häusern geliefert. Nutzen Sie deren Beratungs­angebote!
Es gibt auch zum Verbrauch bestimmte Pflege­hilfsmittel. Dafür erstattet die Pflegekasse bis zu 40€ pro Monat.
Wieder etwas anderes sind Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen (Umbauten), wie zum Beipiel Handgriffe am Bett oder im Bad. Auch ein Treppen­lift der mehr als 10000€ kosten kann, gehört in diese Gruppen (Müller, 2018). (... mehr zu Umbaumaßnahmen)

Ein Teil des Gut­achtens zur Fest­stellung der Pflege­bedürftigkeit gemäß SGB XI sind Vor­schläge zur Förderung der Selbst­ständig­keit der Pflege­bedürftigen. Seit 2017 urteilen Pflege­fach­kräfte im Rahmen der Begut­achtung darüber, welche Hilfs­mittel nötig sind. Dies macht eine ärzt­liche Entscheidung unnötig (§18 (6a) SGB XI). Das lässt Pflege­profis aufhorchen: Seit vielen Jahren achten ärztliche Lobbyisten sehr darauf, die Ver­ordnungs­hoheit ihres Berufs­stands in keiner Weise zu schwächen (Zum Beispiel im Zusammen­hang mit den Medikations­plänen; KBV, 2016). Allerdings ist es sinnvoll, dass examinierte Pflege­kräfte einschätzen, ob Toiletten­stühle, Dekubitus­kissen oder Patienten­lifter nötig sind.

Im Mai 2018 sagt Gertrud Demmler, Vorständin der Siemens-Betriebs­krankenkasse (SBK): „Leider herrscht in Punkto Qualität [von Hilfs­mitteln] immer noch keine Transparenz für die Versicherten. Dabei gibt es gerade im Hilfsmittel­bereich große Unter­schiede zwischen den Kassen ... Die zeit­nahe Versor­gung mit hoch­wertigen Inkontinenz- oder Stoma-Artikeln kann für Betroffene einen massiven Beitrag zur Lebens­qualität bedeuten. Trotzdem ist die Leistungs­bereit­schaft von Kassen eine Black Box. Das sollten wir ändern.“ (SBK, 2018) Die SBK legt Zahlen vor, um Versicherten einen Ver­gleich der Leist­ungen von gesetz­lichen Kranken­kassen zu erleichtern.


Offizielles Internetportal Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen
Quellen:
– KBV, 2016
– Müller, Benedikt (2018) auf www.sueddeutsche.de
– SBK, 2018
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 04.11.2018