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Stichwort | Unfallversicherung für Angehörige

Pflegende Angehörige, aber auch pflegende Bekannte oder Nachbarn, die „keine oder nur geringe finanzielle Zu­wend­ungen“ erhalten, genießen den Schutz der gesetz­lichen Unfall­ver­sicherung (GUV). Der Ver­sicherungs­schutz besteht sowohl wenn bei der Körperpflege geholfen wird als auch bei der haus­wirtschaft­lichen Versorgung. „Das trifft zu, wenn die Pflege­tätigkeit im Haushalt der pflege­bedürftigen Person, im eigenen oder in dem Haushalt einer dritten Person erfolgt.“ Den Pflege­bedürftigen muss mindestens Pflegegrad 2 zugestanden worden sein.
Wer zum Beispiel bei Glatteis für eine pflege­bedürftige Person einkaufen gehen muss und stürzt oder sich beim hantieren mit einem Treppen­lifter verletzt, kann – meist – Leistungen der GUV in Anspruch nehmen.
Die gesetz­liche Unfall­versicherung verlangt keine Zuzahl­ungen in Kranken­haus oder Apotheke. Die Leistungen werden „ohne zeit­liche Begrenzung gewährt“. Auch notwendige „Transport- und Fahrt­kosten, die Ver­sorgung mit Medi­kamenten und Heil­mitteln“ werden finanziert. Darüber hinaus übernimmt die gesetzliche Unfall­versicherung „auch Maßnahmen der sozialen und beruf­lichen Reha­bilitation. Darunter fallen zum Beispiel Umschulungen sowie Wohnungs- und Kfz-Hilfen. Ziel ist es, mit allen geeigneten Mitteln die Wieder­einglieder­ung ins Erwerbs­leben und in die Gemeinschaft zu ermöglichen.“ (Das geht unter Umständen weit über die Leistungen der gesetz­lichen Kranken­versicher­ung hinaus.)
Wie in Deutschland üblich, gibt es einige büro­kratische Fall­stricke. Tipps dazu:
Wenn die Pflege­person vorher bei der Pflege­kasse gemeldet ist, wird die Abwicklung im Fall des Falles vereinfacht. In einem Brief an die Pflege­kasse könnten Sie auch gleich um Infor­mations­material zu weiteren Leistungen für pflegende Angehörige bitten. (Wenn der MDK zur Begutachtung kommt, wird auch nach den Namen der Pflege­personen gefragt.)

Nach einem Unfall
Wer nach einem Unfall ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt, sollte vor der Behandlung unbedingt sagen, dass der Unfall im Zusammenhang mit pflegerischen Hilfen passierte und dass ein Pflegegrad bewilligt wurde. „Außerdem muss der Unfall innerhalb von drei Tagen dem zuständigen Unfallversicherungsträger gemeldet werden.“ (VdK, 2018b) Dabei kann Ihnen in der Aztpraxis geholfen werden.
Spätestens drei Tage nach dem Unfall sollte die Pflege­kasse des Pflege­bedürftigen informiert werden. Das kann mit einem einfachen Brief geschehen.

GUV LogoRechtsgrundlage für diese Leistungen ist der § 44 (2a) SGB XI: „Während der pfleger­ischen Tätigkeit sind Pflege­personen ... die einen Pflege­bedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 pflegen ... in den Ver­sicherungs­schutz der gesetz­lichen Unfall­versicher­ung einbezogen.“

Unfall­ver­sicher­ungs­schutz bei der häuslichen Pflege pdf Logo, Merkb­latt der Deutschen Gesetz­lichen Unfall­versicher­ung (GUV).
Wenn Sie unsicher sind: Die Unfall­versicherung bietet telefonische Beratung an: 0800 605 0404.

Die Pflege­kassen zahlen für pflegende Ange­hörige unter Umständen Renten­beiträge. [Mehr zur Renten­versicherung für Angehörige].


Quelle:
– VdK, 2018b (Themenseite im Internet)
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 11.12.2018