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Stichwort | Rentenversicherung für Angehörige

Für pflegende Angehörige, aber auch pflegende Bekannte oder Nachbarn, die „keine oder nur geringe finanzielle Zu­wend­ungen“ erhalten, kann die gesetz­lichen Pflege­versicherung Beiträge in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlen*.

Voraussetzungen

Dazu müssen einige Voraus­setzungen erfüllt sein:
– Den Pflege­bedürftigen wurde mindestens Pflegegrad 2 zugestanden.
– Die Pflege muss in häuslicher Umgebung erfolgen.
– Es werden für die pfleger­ischen Hilfen bei ein oder mehreren Pflege­bedürftigen regelmäßig mehr als 10 Stunden pro Woche, an zwei verschie­denen Tagen aufgewendet. Das bezieht sich sowohl Hilfen bei der Körper­pflege als auch bei der haus­wirtschaft­lichen Versorgung, wie zum Beispiel Flur putzen, Besorg­ungen machen oder beim Papierkram helfen.
– Die Pflegeperson darf nicht mehr als 30 Stunden/Woche berufstätig sein.

Logisch ist: Die Pflege­kasse kann die Renten­beiträge nur zahlen, wenn bekannt ist, wer pflegt. Dazu muss die Pflege­kasse verständigt werden. Wenn der MDK zur Begutachtung kommt, wird auch nach den Namen der Pflege­personen gefragt und der zeitliche Umfang der pfleger­ischen Hilfen dokumentiert. Nutzen Sie diese Gelegen­heit! Sie können aber jederzeit die Pflege­kasse formell darüber informieren, dass Sie bei einem pflege­bedürftigen Menschen insgesamt mehr als 10 Stunden pflegerische Hilfen leisten. Wichtig: Falls Sie bei mehreren Pflege­bedürftigen helfen, werden die Zeiten addiert. Es ist oft so, dass der Aufwand für die Pflege im Laufe der Zeit steigt. Sie sollten gegebenenfalls die Pflege­kasse informieren, damit die Zahlungen gegebenen­falls erhöht werden.
Die Formulare, die Sie dann von der Pflege­kasse erhalten, sind nicht leicht zu verstehen. Gehen sie zu einer Beratungs­stelle der Pflegekasse oder einem Pflegestützpunkt. Dort kann Ihnen beim Ausfüllen geholfen werden.

Was bringt's?
Wer 12 Monate einem Pflege­bedürftigen hilft (und die Voraussetzungen erfüllt) stockt die gesetzliche Rente bei Pflegegrad 2 um mindestens 5,40€ und bei Pflegegrad 5 um höchstens 29,86€ monatlich auf. (Stand 2017) 2018 veröffentlichte das Handelsblatt dazu einige Überlegungen. Fazit: Wer die Arbeitszeit wegen Pflegeverpflichtungen reduziert, verzichtet nicht nur in der Gegenwart auf Einkommen, sondern wird auch eine geringere gesetzliche Rente bekommen. (Handelsblatt, 2018c)
2016 als es noch die Pflege­stufen gab, wurden von den Pflege­kassen etwa 1 Mrd € an die Renten­versicherung überwiesen. 2017, im ersten Jahr mit den Pflege­graden, flossen mehr als 1,5 Mrd € um die Renten von pflegenden Ange­hörigen aufzu­bessern. (Handelsblatt, 2018) Auch hier zeigt sich die große gesell­schaft­liche Bedeutung der Leist­ungen pflegender Angehöriger.

Pflegende Angehörige sind während der Pflege über die Pflege­kasse in der gesetz­lichen Unfallversicherung versichert. [Mehr zur Unfallversicherung für Angehörige].


* Auch hier gibt es für Kundschaft der privaten Kranken- und Pflege­versicherung ähnliche Leistungen.


Quellen:
– Deutsche Rentenversicherung Angehörige pflegen: Wir belohnen Ihren Einsatz (Infoseiten zum Thema)
Rente für Pflegepersonen pdf Logo, Merkblatt der Rentenversicherung (Stand Juni 2017; Link geprüft am 14. Juli 2018)
– Handelsblatt, 2018
– Handelsblatt, 2018c
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 18.11.2018