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Pflegegrad 4
schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit

Bei Pflegegrad 4 liegen „schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“ vor (Definition aus §15 SGB XI). Bei der Begutachtung werden 70 bis unter 90 Gesamtpunkte erreicht.

Ein Pflegegrad muss von den Versicherten beantragt werden. Dazu genügt ein formloses Schreiben an die Pflegekasse, die über die Krankenkasse zu erreichen ist.
Mehr zum Antrag auf einen Pflegegrad... (incl. Muster Brief.)
Im Auftrag der Pflegekassen schickt der MDK Gutachtende. Sie sollen beurteilen, wie weit die Selbstständigkeit der Antragstellenden erhalten ist. Dazu werden die Verrichtungen des Alltags in acht Module und 65 Merkmale eingeteilt. Sie sehen: wieviel Stunden für die Pflege aufgewandt werden müssen, also der Zeitaufwand der bei den Pflegestufen so wichtig war, spielt keine Rolle mehr.

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PatientenlifterAb 2017 gibt es für Pflegebedürftige, denen mindestens der Pflegegrad 2 zugestanden wird, regelmäßige Leistungen. Ob AOK, Barmer oder BKK: alle Pflegekassen haben die gleichen Verpflichtungen. Grundsätzlich sind die Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen und der privaten Pflicht-Pflegeversicherungen gleich. Auch Kinder können das Recht auf einen Pflegegrad haben.
Die wichtigsten Leistungen bei Pflegegrad 4 sind:

Alle gesetzlichen Pflegekassen, egal ob AOK, Barmer oder BKK, sind verpflichtet diese Leistungen zu bieten. Die privaten Pflegeversicherungen müssen sich auch an diese Regeln halten. (Private Pflegezusatzversicherungen sind etwas völlig anderes.)
Es gibt viele verschiedene „Leistungsarten“ der Pflegeversicherung, wenn Pflegegrad 4 bewilligt wurde. Zur vollständigen Liste ...

Aktuelle Überlegungen zur Zukunft der Pflegeversicherung ...

Punkt Geldleistungungen bei Pflegegrad 4

Bei Pflegegrad 4 gibt es als Geldleistung vor allem 728€ Pflegegeld oder 1612€ Sachleistung pro Monat. Wird das Budget für Sachleistungen nicht ausgeschöpft, kann das Pflegegeld anteilig ausgezahlt werden [Kombinationsleistungen ...]. Der monatliche Entlastungsbetrag (125€) ist in erster Linie für „Hauswirtschaft und Betreuung“ gedacht. Auch dieser Betrag kann, so wie die Sachleistungen, nur mit einer anerkannten Einrichtung abgerechnet werden. In NRW gibt es seit 2019 die Möglichkeit auch Hilfen von einzelnen Personen mit MiniJob-Verhältnis oder im Rahmen von „Nachbarschaftshilfe“ mit den Pflegekassen abzurechnen (Novitas, 2019a; Rechtsgrundlage: §§ 10 und 11 AnFöVO (NRW)). Es ist möglich nicht beanspruchte Entlastungsbeträge bis zum Juni des Folgejahres zu verbrauchen (DAlzG, 2018a).
In vielen Gemeinden gibt es Projekte, die Alltagshilfen anbieten. Langzeitarbeitslose bekommen „1–Euro–Jobs“ (1) und Senior*innen können länger selbstständig in ihrer Wohnung leben (Rheinische Post). Im Main-Tauber Kreis schließen sich Landfrauen zusammen, um auch in diesem Bereich arbeiten zu können (Mannheimer Morgen). Ob es in Ihrer Nähe passende Angebote gibt? Ein Anruf im Pflegestützpunkt sollte genügen. Im Dezember 2018 wird im Sonntagsblatt wieder betont, dass nur wenige Versicherte den Entlastungsbetrag (125€/Monat) nutzen. (siehe Öchsner, 2017)
Ein Jahr nachdem Erwin Rüddel (MdB, CDU) am 3.2.2018 „konsequentes Handeln“ der Politik ankündigte, können überall in Deutschland Pflegebedürftige zu Hause nicht versorgt werden: „Alle ambulanten Pflegedienste berichten mir von Aufnahmestopps. Ohne Ausnahme. Egal ob in West-, Ost-, Nord- oder Süddeutschland, egal ob privat oder Wohlfahrt. Es gibt sogar einige, die Verträge kündigen, weil sie eine verlässliche ambulante Versorgung nicht mehr gewährleisten können.“ (Prof. Andreas Büscher, 2019) [... mehr]
Es können Ausgaben für Pflegehilfsmittel bis zu 40€ pro Monat erstattet werden. (Ihr Sanitätshaus berät Sie sicher gern!)
Über Altenheime lesen wir fast nur dann, wenn wieder etwas schief gegangen ist. Ist wirklich alles skandalträchtig in der stationären Altenpflege? Es gibt in Deutschland über 14000 Altenheime mit jeweils etwa 100 Bew. Tag für Tag werden etwa 1,4 Mio Menschen versorgt. Ich lese weniger als 10 Skandalmeldungen pro Jahr. Daraus schließe ich: meist ist es wohl einigermaßen ok im Altenheim. Hier ein Bericht: Ein Tag im Leben des Altenpflegers (taz, 2019a).
Ein Altenheim bekommt als Zuschuss zu den Heimkosten 1775€ von der Pflegekasse. Im April 2018 werden als pflegebedingter Eigenanteil im Durchschnitt gut 600€ pro Monat fällig. Das reicht von 237€ in Thüringen bis 872€ in Berlin (Süddeutsche, 2018b). Die Rechnungen für Pflegebedürftigen steigen stetig. Im Januar 2019 berichtet der MDR über höhere Altenheim Rechnungen in Sachsen. In Einzelfällen werden 450€ pro Monat mehr verlangt. Das können viele Pflegebedürftige nicht finanzieren. Ab 2019 bietet die Firma Henkel (Düsseldorf), wohl auch um bei Bewerber*innen besser da zu stehen, allen Mitarbeitenden und ihren Angehörigen eine betrieblich geförderte Pflegezusatzversicherung an (WDR, 2018b). Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), hofft auf Nachahmer des Henkel-Modells: „Diese Initiative kann anderen Unternehmen sehr gut als Vorbild dienen.“ (WAZ, 2019) Daniel Drepper von www.correctiv.org hat 2016 Grundsätzliches Artikel zu den Kosten eines Altenheims veröffentlicht. Leider sind fast alle Heimbetreiber mit Ihren Zahlen sehr geheimnisvoll.

Es gibt viele weitere staatliche Leistungen bei Pflegebedürftigkeit
Zum Beispiel: Wem Pflegegrad 4 oder 5 zugestanden wurde, könnte Steuern sparen. Den Pflegebedürftigen stehe der „erhöhte Behinderten-Pauschalbetrag in Höhe von 3700€ zu.“ Bei häuslicher Versorgung komme „der Pflegebetrag von 924€ als außergewöhnliche Belastung“ hinzu. Pflegende Angehörige, die erben könnten „im Rahmen der Erbschaftsteuerermittlung einen zusätzlichen Pflegefreibetrag in Höhe von 20000€ beantragen“. (DHZ, 2017) (VdK zu Steuererleichterungen, 2019a)
In Bayern soll 2018 begonnen werden ab Pflegegrad 2 ein bayerisches Pflegegeld von 1000€ pro Jahr zu zahlen.
Nutzen Sie die Beratungsangebote der Pflegestützpunkte! [Zeitungsartikel über die Arbeit im Pflegestützpunkt in Alzey (2016)]

Wer im Dezember 2016 schon Leistungen aus der Pflegeversicherung bekam, wird automatisch auf Pflegegrade umgestellt. Aus Pflegestufe 3 wird Pflegegrad 4. Aus Pflegestufe 2 pluseingeschränkte Alltagskompetenz“ wird ebenfalls Pflegegrad 4.
Details zur Überleitung.

Wer Unterstützung bei pflegerischen Verrichtungen braucht, benötigt oft vielerlei Leistungen der Krankenkassen. Die Zuzahlungen, die den Pflegebedürftigen abverlangt werden, sind nicht ohne. So wurde eine Belastungsgrenze fest gelegt. Sie „liegt bei 2% der Bruttoeinkünfte zum Lebensunterhalt aller im Haushalt lebenden Personen pro Kalenderjahr. Bei chronisch Kranken liegt die Grenze bei 1%.“ (VZ) Rufen Sie bei Ihrer Krankenkasse an und lassen Sie sich beraten!
Infos der Verbraucherzentrale (VZ).
Viele Medikamente sind von der Zuzahlung befreit. Die Krankenversicherungen stellen dazu jeweils aktuelle Listen bereit:
Themenseite: Befreiungsliste Arzneimittel auf www.gkv-spitzenverband.de.

Punkt Umbaumaßnahmen

Die Pflegekasse greift auch bei den Kosten für Umbaumaßnahmen unter die Arme. Das könnten Griffe neben Bett oder Toilette sein, um Aufstehen zu können oder auch ein Patientenlifter (siehe Foto), der mit einer Schiene unter der Decke, den Transfer von Raum zu Raum ermöglicht. Auch die Kosten für einen Treppenlifter oder den Umzug in eine behindertengerechte Wohnung können (teilweise) übernommen werden. Für jede einzelne Maßnahme werden bis zu 4000€ gezahlt. Der Einbau eines Treppenlift kostet beim Marken­hersteller 8000€ bis 12000€ (Müller, 2018).
Neben den Pflegekassen gibt es auch andere finanzielle Hilfen. Bis zu 1600€ Zuschuss können für Maßnahmen zum Einbruchschutz in Bestandsimmobilien gewährt werden. Bis zu 50000€ Kredit ab 0,75% Zinsen könnte es für Umbauten geben, die Barrieren mindern. (Stand August 2018) Dieses Geld von der Bundesregierung wird die über die KfW vergeben.
Ein elektrisch höhenverstellbares Krankenbett wird gesetzlich nicht zu den Umbaumaßnahmen gerechnet, sondern ist ein Hilfsmittel. Hilfsmittel können ärztlich verordnet und von der Kranken- bzw. Pflegekasse bezahlt werden.
Nutzen Sie die Beratungsangebote der Pflegestützpunkte!

Punkt Beratung

Wer Leistungen zum Pflegegrad 4 bekommt, muss vier mal im Jahr Pflegeberatung in der eigenen Wohnung in Anspruch nehmen (§ 37(3) SGB XI). Meistens werden solche Beratungen von ambulanten Pflegediensten durchgeführt. Häufige Themen sind Hilfsmittel wie Badelifter oder Transferhilfen. Oft geht es auch um rückenschonende Hebetechniken oder Möglichkeiten der Schmerztherapie. (Haben Sie Fragen zu „Mophium“? Oft ist ein persönliches Gespräch mit einer Pflegefachperson hilfreicher, als Infoblätter wie dieses.) Für Menschen die Urin/Stuhlgang nicht kontrollieren können, stehen auch erhelblich mehr Hilfsmittel zur Verfügung, als nur die bekannten Einlagen. Zum Beispiel: Für Männer gibt es Condomurinale, die selbstständig angelegt werden können. Pflegebedürftige, wie Angehörige nutzen diese Termine viel zu selten als Chance, um Fragen aus dem Pflegealltag zu klären (MAZ, 2018).
Die pflegenden Angehörigen genießen weitgehenden Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Von dort gibt es einen Tipp gegen Überforderung: „Nutzen Sie frühzeitig die Beratungsangeote der Pflegestützpunkte ... der Pflegekassen, der Wohlfahrtverbände oder anderer Einrichtungen, um sich ausführlich über Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.“ (DGUV, 2018, Seite 8)
[Mehr zur Pflegeberatung ...]

Punkt Pflegende Angehörige

Wer einen pflegebedürftigen Familienangehörigen versorgt, erbringt täglich Höchstleistungen! Nicht selten führt das zu körperlicher und psychischer Überlastung. Das Gefühl ständig in Bereitschaft sein zu müssen und immer weniger soziale Kontakte außerhalb der Pflegeverantwortung zu haben, geht an die Substanz. Eigentlich täglich irgend etwas für die Pflegebedürftigen tun zu müssen, lässt kaum Zeit und Energie für eigene Interessen. Damit Sie sich das besser vorstellen können, hier ein Auszug aus dem Tagebuch einer pflegenden Angehörigen (Romana, 2016).
Fallen die pflegenden Angehörigen aus, können Leistungen zur Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. So werden Angehörige unterstützt, wenn Sie Zum Beispiel Urlaub von der Pflege machen möchten (MoMa, 2018).
Im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) werden Beschäftigte regelmäßig zur Qualität der Arbeit befragt. 2017 ging es auch um die Vereinbarkeit von Pflegeverantwortung und Erwerbsarbeit. „Dabei kam heraus, dass jeder elfte Beschäftigte neben seiner beruflichen Tätigkeit eine oder sogar mehrere Personen zu Hause pflegt, was zu Problemen führt. Teilzeit würde zwar helfen, doch dann entstehen finanzielle Lücken. Überwiegend Frauen und ältere Beschäftigte übernehmen die Pflegeverantwortung in der Familie. Im Durchschnitt kostet sie das 13,3 Stunden pro Woche.“ (VerDi, 2018) Diese Zahlen unterstreichen die gesellschaftliche Bedeutung der Leistungen pflegender Angehöriger.
Über ein Rahabilitationsangebot: Auszeit für pflegende Angehörige. Eine Internetsuche nach Pflegehotel bringt zig Treffer ... die Qualität der Angebote schwankt aber sehr.
Seit Jahren werden verschiedene Formen der Pflegezeit von der Pflegeversicherung angeboten – das wird kaum genutzt (Sell, 2019c).
Und jetzt mal ganz alltäglich: Sie müssen nicht alles selbst machen, zum Beispiel: Staubsaugen. Allgemeines zu Saugrobotoren finden Sie in der Zeitschrift test Ausgabe März 2019. Die meisten öffentlichen Bibliotheken haben test abonniert.
Mehr über Pflegende Angehörige

Sozialversicherung der Pflegepersonen
Wenn mindestens Pflegegrad 2 zugestanden wurde, können pflegende Angehörige in der gesetzlichen Unfall– und Rentenversicherung abgesichert werden.

Auch „nicht gewerblich Pflegende“ (in der Regel Familienmitglieder oder Nachbarn) könnten, während sie den Pflegebedürftigen helfen, einen Unfall erleiden. Beispiele: Ein Sturz von der Leiter beim Aufhängen von Gardinen, ein Knöchelbruch beim Umgang mit dem Treppenlifter oder ein Bandscheibenvorfall im Zusammenhang mit dem Verlassen der Badewanne.
[Details zur Unfallversicherung der Pflegepersonen]

Aus den Mitteln der Pflegeversicherung können auch Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosen– und zur Rentenversicherung der Pflegepersonen gezahlt werden. Die entstehenden Rentenansprüche sind nicht überwältigend, aber immerhin.
[Details zur Rentenversicherung der Pflegepersonen]
Aus der Beratung:
⁇ Mir wurde Pflegegrad 2 bewilligt. Wird das Pflegegeld auf die Hartz IV (ALG II) Leistungen angerechnet?
‼ Dazu steht was in § 13 (5) SGB XI: »Die Leistungen der Pflegeversicherung bleiben als Einkommen bei Sozialleistungen und bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, deren Gewährung von anderen Einkommen abhängig ist, unberücksichtigt ...« Das sollte Ihre Frage beantworten.
Es ergibt sich aber sofort das nächste Problem: Wenn Sie einen Teil des Pflegegeldes an eine Pflegeperson geben, die Arbeitslosengeld II bekommt, wird es dann angerechnet? Der Gesetzgeber lässt so wenig Pflegegeld zahlen, dass es in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum festgestellten Pflegeaufwand steht. Der Gesetzgeber hat in jeder Reform der Pflegeversicherung betont, wie wichtig die Angehörigenpflege ist. Politisch wäre es widersinnig solche Zahlungen bei Sozialhilfe oder ALG II anzurechnen. Das wird in einzelnen Abteilungen jedoch anders gesehen. Lassen Sie sich vor Ort beraten!

Allgemein zum Pflegegeld:
„Da die tatsächlichen Kosten für die Pflege das gebührende Pflegegeld in den meisten Fällen übersteigen, kann das Pflegegeld nur als pauschalierter Beitrag zu den Kosten der erforderlichen Pflege verstanden werden.“ Dieser Satz stammt von www.gesundheit.gv.at und zeigt, dass sich nicht nur der Gesetzgeber in Deutschland mit der Unterstützung der informellen Pflege schwer tut.

Geldwerter Tipp:
Hilfsmittel wie Wechseldruckmatratze oder Sauerstoffkonzentrator brauchen Strom. Das ist in einer Stunde nicht viel ... in den 8670 Stunden eines Jahres macht sich das aber auf der Stormrechnung bemerkbar. Auch Treppenlifte und die Akkus von Elektromobilen oder Elektrorollstühlen ziehen viel Strom, wenn sie häufig benutzt werden. Otto Beier erklärt auf www.pflege-durch-angehoerige.de, dass die gesetzlichen Kassen grundsätzlich verpflichtet sind die Stromkosten für verordnete Hilfsmittel zu übernehmen.

Punkt Widerspruch

Gelegentlich sorgt der Bescheid der Pflegekasse für Stirnrunzeln. Der Pflegegrad ist unerwartet niedrig. Als erstes sollten Sie das Gutachten des MDK gründlich lesen. Darin wird im Detail erläutert, wie die Empfehlung für den Pflegegrad zustande kam. Meistens finden Sie hier überzeugende Gründe. Aus den Beratungen des SoVD (2019a) kommt der Hinweis: Ein Widerspruch sei in erster Linie mit Argumenten zu begründen, die sich auf das Modul „Selbstversorgung“ beziehen.
Sie können gegen die Entscheidung der Pflegekasse Widerspruch einlegen. Dazu können wir Sie individuell beraten.


Was würde es für Pflegebedürftige bedeuten, wenn sie keine pflegerischen Hilfen bekämen? 2019 haben dazu Auszubildende in Ulm diskutiert und eine Aktion für die Fußgängerzone entwickelt: Ein Tag ohne Pflegekräfte (Video, ~2min), Bericht auf www.regio-tv.de.

2018 hat die schwarz-rote Bundesregierung mit vielen Reformversprechen zur pflegerischen Versorgung ihre Arbeit aufgenommen. Das meiste wurde unter der Überschrift: Konzertierte Aktion Pflege zusammen gefasst. Im Juni 2019, die halbe Wahlperiode ist rum, bestätigt Andreas Westerfellhaus: die Finanzierung zentraler Reformideen ist ungeklärt. Bisher gibt's vor allem Absichtserklärungen. Wenig ist bei den Pflegebedürftigen angekommen. (Altenheim TV Spezial, 2019a)

Pflegegrad 1
Pflegegrad 2
Pflegegrad 3
Pflegegrad 5
Allgemeine Informationen zu den Pflegegraden.

Quellen:
– Allgemeine Zeitung, 2016
– Altenheim TV Spezial(2019a): Konzertierte Aktion Pflege: zwischen Hoffnung und Wirklichkeit, Videobericht (19:50 min) vom 6. August 2019. Eine Bestandsaufnahme zu den zentralen Vorhaben der Bundesregierung
– BRi, 2016, Seiten 11, 12, 18 und 75
– Büscher, Andreas, Pressemeldung der HS Osnabrück, 2019
– Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 2018
– DHZ, Deutsche Handwerker Zeitung am 29.11.2017
– Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG), 2018a
– Drepper, Daniel, Correctiv (2016)
– Handelsblatt, 2018b
– Mannheimer Morgen, 2018
– Märkische Allgemeine (MAZ) 2018
– MDR, 2019a
– Millich, 2017
– MoMa (Morgenmagazin), 2018
– Müller, 2018
– Öchsner, Thomas: Geld für die Einkaufshilfe. Der Journalist beschreibt aus Laiensicht, wie Angehörige durch Leistungen der Pflegeversicherung entlastet werden können (www.sueddeutsche.de, 4. Dezember 2017)
– RegioTV, 2019
– Rheinische Post, 2018a
– Romana, Tagebuchschreiberin und pflegende Angehörige (2016)
– Sonntagsblatt, 2018
– Sozialverband Deutschland (SoVD) 2019a, Artikel auf www.sovd-sh.de von Christian Schultz
– Sell, Stefan (2019c): Von 2015 bis Mitte 2019 haben in ganz Deutschland 921 Darlehen im Rahmen der (bis zu) 24 Monate Pflegezeit in Anspruch genommen.
– Süddeutsche, 2018b
– taz, 2019a
– test (Zeitschrift) die Ausgabe März 2019 bringt auch Artikel zu den Themen: Saugroboter, Vorsorgevollmacht, Vitaminpräperate, Rollatoren
– VdK, 2019a
– WAZ, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (2019)
– WDR aktuell vom 27. Dezember (2018b)
[ausführliche Quellenangaben]

(1) offiziell werden „1-Euro-Jobs“ als „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“ bezeichnet.

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Letzte Aktualisierung: 15.08.2019