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Stichwort | Vorbereitung auf den MDK Besuch

Pflegeprofis des Medizin­ischen Dienstes (MDK) beur­teilen bei einem Haus­besuch, in welchem Umfang Hilfe­bdarf besteht und erstellen ein Gutachten. Für einen Pflegegrad ist entscheidend, wie weit jemand in der Lage ist, ohne Hilfen anderer Menschen durch einen „normalen“ Alltag zu kommen. Welche Krankheit oder Be­hind­erung die Ursache für die Pflege­bedürf­tig­keit ist, ist zweitrangig. Ob Demenz, Rheuma oder Multiple Sklerose dazu führt, dass eine Pflege­person beim Duschen unterstützen muss, ist nicht entscheidend. Es muss bei der Begutachtung festgestellt werden, welche Anregungen, Handgriffe oder Verrichtungen ... durch Ange­hörige oder Pflege­kräfte durch­zu­führen sind. Ein paar Gedanken zur Vorbe­reitung auf die Begutachtung.

Der Tag hat 24 Stunden. Die Woche sieben Tage. Was fällt besonders schwer – bei welchen Verricht­ungen wird Unter­stützung gewünscht? Dabei ist für den Pflegegrad besonders der Bereich der Selbstversorgung wichtig. Es wird auch berück­sichtigt, wenn Sie beim Umgang mit Medikamenten Hilfe brauchen.
Wen möchten Sie dabei haben, wenn die Gutach­tenden kommen? Wer regelmäßig hilft könnte zur Begutachtung wichtige Infor­mationen beisteuern. Falls Sie einen gesetz­lichen Betreuer haben, sollten Sie den so früh wie möglich über den Haus­besuch informieren.
Legen Sie bitte – falls vorhanden – Berichte Ihres Hausarztes, von Fachärzten oder den Entlassungs­bericht aus der Klinik bereit. Sollten Sie die Unter­lagen nicht vorliegen haben, brauchen Sie diese jedoch nicht extra anfordern. Bitte haben Sie Ihren aktuellen Medi­kament­enplan zur Hand. Falls ein Pflege­dienst zu Ihnen kommt, legen Sie auch die Pflege­dokumen­tation bereit.

Die Pflege­kasse kann Renten­beiträge für pflegende Angehörige zahlen. Wenn der MDK zur Begutachtung kommt, wird auch nach den Namen der Pflege­personen gefragt und der zeitliche Umfang der pfleger­ischen Hilfen dokumentiert. Nutzen Sie diese Gelegenheit!
Die Formulare, die Sie dann von der Pflege­kasse erhalten, sind nicht leicht zu verstehen. Gehen sie zu einer Beratungs­stelle der Pflege­kasse oder einem Pflegestützpunkt. Dort kann Ihnen beim Ausfüllen geholfen werden. Mehr zur Renten­versicherung für Ange­hörige.

Viel mehr Aufwand ist kaum sinnvoll. Zu komplex sind die Regel­ungen zur Ermitt­lung der Pflege­grade (BRi).
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat im Dezember 2017 einen Selbst­ein­schätz­ungs­bogen pdf Logo veröffentlicht. Zwölf Seiten Text sollen helfen, sich eine Meinung über den Grad der Selbst­ständigkeit von Demenz­kranken zu bilden.

Daniela Hubloher von der Ver­braucher­zentrale Hessen sagt, viele Wider­sprüche gegen die Ent­scheid­ung über den Pflege­grad hätten Erfolg. Oft gehe es darum, das bei der Begut­achtung Infor­mationen fehlten, die dann mit der Begründung des Wider­spruch geliefert wurden. (OVB, 2018)

Oft wird in den Medien kritisiert, dass zu niedrige Pflege­grade vergeben würden.
Kein System, dass so viele Menschen betrifft (im Dezem­ber 2015 beziehen ~ 2 900 000 Menschen Leist­ungen aus der Pflege­ver­sicherung; DESTATIS, 2017), kann fehler­frei sein. Einzelne zu niedrige, wie auch zu hohe Pflege­stufen begegnen uns in der Beratung immer wieder. Bisher ist uns nirgends ein Nachweis begegnet, dass system­atisch „runter gerechnet“ würde. Belast­bare Statistiken liefert der MDS. Darin wird angegeben, dass in der ambulanten wie in der station­ären Pflege gegen deutlich weniger als 10% der Ein­stuf­ungen Wider­spruch eingelegt wird.
Wir empfehlen, die Begut­achtung gelassen anzugehen und darauf zu hoffen, dass Sie zu den über 90% gehören, die keinen Grund für einen Wider­spruch sehen.



Quelle:
– Handelsblatt, 2018
– MDS, 2016b
– DESTATIS, 2017
– Oberbayerisches Volksblatt (OVB) 2018
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 23.10.2018