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Pflegegrad

Vorbemerkung:
Erst im Juli 2016 wurden der Öffentlichkeit die verbindlichen „Begutachtungsrichlinien“ (BRi) zu Ermittlung der Pflegegrade zur Verfügung gestellt. Unsere Erläuterungen zum Thema werden seit dem ständig überarbeitet und erweitert.

Die bisherige Einteilung in die Pflegestufen 0, I, II, III und III+ soll aufgegeben werden. Ab dem 1. Januar 2017 sollen die neuen Pflegegrade gelten.
Dazu muss der Pflegebedürftigkeitsbegriff, auf dem die Pflegestufen basieren, überarbeitet werden. Die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wollte eine bessere Versorgung, einen Paradigmenwechsel. In einem neu erdachten fünf-stufigen System, soll nicht mehr auf die Zeit der Helfenden fokussiert werden, sondern auf die Fähigkeiten der Pflegebedürftigen. Damit wäre es möglich die Bedürfnisse von Demenzkranken bei der Einstufung besser als bisher zu berücksichtigen.
Im Juli 2015 veröffentlicht der Deutsche Berufsverband Pflegeberufe (DBfK) eine Einschätzung zu den Pflegegraden: Wir begrüßen „die mit dem Pflegestärkungsgesetz II verknüpften Neuregelungen zum Pflegebedürftigkeitsbegriff sowie zum neuen Begutachtungsinstrument ausdrücklich. 'In dem jetzt vorgelegten Referentenentwurf ist ein neuer, umfassender Ansatz von Pflege erkennbar. Das NBA steht für eine ressourcenorientierte und pflegefachlich fundierte Erfassung der Selbstständigkeit, unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen; dies bietet die Chance für einen Perspektivwechsel in der pflegerischen Versorgung'“ (1). Bessere Versorgung der Pflegebedürftigen könne aber nur gelingen, wenn auch mehr und gut qualifiziertes Personal eingestellt werde.

Zu den neuen Pflegegraden gibt es noch viele Detailfragen, es ist zu erwarten, dass in über 250 Seiten Begutachtungsrichtlinien (BRi) noch die ein oder andere missverständlich Formulierung steckt. Darüber hinaus: jede Entscheidung der Pflegekassen kann vor Sozialgerichten beklagt werden. Auch solche Entscheidungen werden gelegentlich Änderungen nötig machen. Zitat: Die „Begutachtungs-Richtlinien werden auch in Zukunft unter Berücksichtigung von Erkenntnissen, insbesondere der Pflegewissenschaft, der Medizin und der Rechtsprechung weiter zu entwickeln sein.“ (2) So wurde es auch mit den Vorschriften zur Einstufung in die Pflegestufen gemacht.


Quelle:
(1) DBfK, 2015
(2) BRi, 2016, Seite 3
[ausführliche Quellenangaben]

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Letzte Aktualisierung: 01.10.2016